Schwabe

Tropen zu den Antiphonen der Messe aus Quellen deutscher Herkunft


Corpus monodicum (Corpus monodicum)
Die einstimmige Musik des lateinischen Mittelalters
Herausgegeben von Prof.Dr. Andreas Haug unter Mitwirkung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Corpus monodicum
CM: Andreas Haug / Isabel Kraft (Hrsg.)
Tropen zu den Antiphonen der Messe aus Quellen deutscher Herkunft
2019.
Ca. sFr. 120.- / Ca. € (D) 120.-
ISBN 978-3-7965-3564-2
In Planung
Tropen zu den Antiphonen der Messe aus Quellen deutscher Herkunft120.00


Tropen sind Produkte einer innerhalb der mittelalterlichen Kirche weitverbreiteten Praxis, die herkömmlichen und durch reli­giöse Autorität beglaubigten Gesänge des Ritus poetisch und melodisch zu erweitern, ohne sie dabei verändernd anzutasten. Die Produktion von Tropen setzte in der Karolingerzeit ein. Sie markiert den Übergang von einer passiven zu einer produktiven Aneignung des (von den Karolingern ‘gregorianisch’ genannten) Römischen Gesangs im Frankenreich.


Seit die mannigfachen späten Tropentraditionen des deutschsprachigen Raums durch das 1995 von Andreas Haug unter dem Titel ‘Troparia tardiva’ vorgelegte Repertorium erkennbar geworden sind, wurden weitere Quellen des 12. bis 16. Jahrhunderts aufgefunden, deren Tropen in Band II 2 erstmals herausgegeben werden. Besonders bedeutsam sind zwei neue Quellen aus den Domkirchen zu Halberstadt und Meißen sowie eine, die vielleicht dem Bonner Cassius-Stift zuzuordnen ist. Die Tropentradition im Bistum Würzburg wird melodisch fassbar in einer Handschrift des Kollegiatstifts Haug und beleuchtet von ergänzend ausgewerteten Quellen, darunter, auch buchgeschichtlich interessant, die einzige bekannte notierte Inkunabel mit Tropen.

Andreas Haug, Begründer und Leiter des Corpus monodicum, durch zahlreiche Veröffentlichungen international ausgewiesener Experte für die Geschichte der einstimmigen Musik des euro­päischen Mittelalters. Studium, Promotion und Habilitation in Tübingen. Forschte an der Universität Stockholm, lehrte in Zagreb und Madrid, als Professor in Trondheim und Erlangen, als Gast­professor in Wien, Basel und Eugene (Ohio). Seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Musik des vorneuzeitlichen Europas am Würzburger Institut für Musikforschung.


Isabel Kraft ist seit 2011 Mitarbeiterin des Corpus monodicum. Thema ihrer Doktorarbeit waren einstimmige französische Lieder in einer Handschrift aus der Zeit um 1500.

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