Schwabe

Bénédict Remund 1904-1993


Dorothea Christ
Bénédict Remund 1904-1993
Bildhauer, Maler, Zeichner
2005. 155 Seiten, 101 Abbildungen, davon 29 in Farbe. Gebunden.
sFr. 48.- / € (D) 48.- / € (A) 49.50
ISBN 978-3-7965-2192-8
Kein Nachdruck

Wozu dieses Buch? - Die Flut der Kunstbücher steigt an, jedoch fehlt bis heute eine Publikation, die dem Werk des nahezu in Vergessenheit geratenen Bénédict Remund gewidmet wäre. Remunds Namen taucht kaum je auf in einer Darstellung von Schweizer Bildhauern. Die Schuld liegt weitgehend beim Künstler selbst. 1904 in Basel geboren, hatte er sich mit 46 Jahren in ein winziges Dorf in der französischen Provinz zurückgezogen, um ganz für seine Arbeit zu leben, kümmerte sich nicht mehr um Ausstellungen, hungerte lieber und lebte mit seiner kleinen Familie von den Honoraren der Werke, die Basel bei ihm bestellte. So wurden vor allem seine Brunnenanlagen bekannt. Vom Umfang des Gesamtwerkes dieses unermüdlichen Arbeiters haben wohl nur die nächsten Freunde eine Vorstellung.

Nach einer Lehre als Holzschnitzer und ersten Porträtaufträgen übersiedelte Bénédict Remund 1930 nach Paris, wo ihn die Freunde Otto Abt, Walter Bodmer und Walter-Kurt Wiemken bereits erwarteten. 1933 schlossen sie sich mit einigen anderen Künstlern zur Gruppe 33 zusammen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zwang Remund zur Rückkehr in die Schweiz. Er beteiligte sich an staatlichen Wettbewerben, wobei seine Entwürfe zu teils heftigen Kontroversen führten. Mehr als einmal konnte er daraufhin sein Werk nicht realisieren. Seit 1950 lebte er in Théméricourt-sur- Vigny, wo er 1993 starb.

Nach dem Tode des Künstlers gestattete der Sohn Pierre den posthumen Nachguss von Gipsmodellen, welche Remund nie jemandem gezeigt hatte. Diese Güsse kleiner Arbeitsfiguren fanden sofort Käufer bis auf das letzte Stück.

Jahrelanges Sammeln und Sichten des in grosser Unordnung befindlichen Nachlasses ermöglichte es, den Versuch einer monographischen Darstellung zu wagen. Remund, befreundet seit 1980 mit der Verfasserin, freute sich sogar darüber, dass sich jemand ernsthaft an Sichtung und Bearbeitung seines Lebenswerks machte. Die Verfasserin folgte einer inneren Verpflichtung, Remunds Präsenz in Plastik, Malerei und Zeichnung sichtbar zu machen.  

Die Autorin:

Dorothea Christ, geb. 1921 in Basel, studierte an den Universitäten Basel und Zürich Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und neuere deutsche Literatur. 1943 bis 1985 Kunstkritikerin am Radio der deutschen und rätoromanischen Schweiz mit wöchentlicher Kurzsendung. Verfasserin mehrerer Monographien über Schweizer und Basler Künstler, unter anderem über Walter Kurt Wiemken. Gestalterin mehrerer Ausstellungen im Kunstmuseum und in der Kunsthalle Basel. Mitglied verschiedener Kunstgremien. Dozentin an den Volkshochschulen Basel und Zürich. 1992 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Universität Basel für ihre Verdienste um die Schweizer Gegenwartskunst verliehen.

   

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